Von sockenfressenden Waschmaschinen (Produkttest & Verlosung)

Heute geht es ausnahmsweise mal nicht um „Kinder-Kram“. Obwohl, irgendwie hat das Ganze schon mit einem meiner Kinder zu tun …

Vor ein paar Wochen postete ich nämlich auf Twitter einen kleinen „Hilfe-Ruf“, weil das Schneeflöckchen sich während meines Telefonats mit einem wichtigen Kunden buchstäblich „bis in die Socken“ eingenässt hatte. Sie hatte es nicht rechtzeitig zur Toilette geschafft und stand laut heulend in einer kleinen Pfütze im Badezimmer.

Zum Thema Socken kam dann ein Dialog mit der Berliner Firma SOX IN A BOX zustande. Irgendwann kamen wir darauf zu sprechen, dass ich leidenschaftlich gerne Tennis spiele und im weiteren Verlauf bot man an, mir ein paar Sportsocken zum Testen zur Verfügung zu stellen. Ich bin zwar sonst nicht sonderlich scharf auf Produkttests, aber in diesem Fall war es einfach ein nettes Gespräch. Zudem gefällt mir das Konzept (Socken „Made in Germany“ – optional als Socken-Abo) wie auch die Außendarstellung der Firma sehr gut.

Die Idee hinter der Socke

Wer kennt es nicht, das Phänomen der sockenfressenden Waschmaschine? Bei uns kommt es jedenfalls gar nicht so selten vor, dass wie von einzelne Socken spurlos verschwinden und man nach dem Waschen vergeblich nach dem passenden Gegenstück sucht. Das zweite Problem: Löcher in den Socken. Wenn der Stoff immer dünner und die Löcher immer größer werden, ist es irgendwann doch Zeit, die Socken endgültig zu entsorgen. Dann bleibt oft eine einsame Socke übrig, für die man ohne passende Partner-Socke auch nicht mehr wirklich Verwendung hat.

Genau da setzt nun das Konzept von SOX IN A BOX an. Dank des Socken-Abos finden auch die verbliebenen Einzel-Socken wieder eine Bestimmung. Ob schwarz oder bunt, Socke oder Kniestrumpf – das Socken-Abo verspricht „eine dauerhafte und stiltreue Sockenversorgung“. Aus dem Online-Shop direkt in den Briefkasten.

Die Menge und Häufigkeit der Abo-Lieferung kann selbst ausgewählt werden. Das Ganze ist zugegeben nicht ganz billig (ab 5 Euro pro Sockenpaar), dafür aber sehr bequem. Und für Einkaufsmuffel (und Online -Besteller) wie mich durchaus mal eine interessante Alternative. Der Versand ist innerhalb Deutschlands übrigens kostenlos.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe getestet und möchte Euch gerne daran teilhaben lassen…

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(M)eine „Sockumentation“

Die Sportsocke Oberwiesenfeld besteht aus 50% Baumwolle, 30% Dunova, 15% Polyamid und 5% Elastan. Es gibt sie als normale Socke und als Sneaker-Socke mit verkürztem Schaft. Sie hat eine integrierte Fußbandage, die laut Hersteller besseren Halt am Fuß verspricht. Die Sohle, Spitze, Ferse und Bündchen sind verstärkt für eine längere Haltbarkeit. Weil ich sie bisher nur ein paarmal getragen und gewaschen habe, kann ich mir in Sachen Haltbarkeit noch kein Urteil bilden. Wohl aber zum Tragekomfort und zur „Performance“ …

Erster Test: Running

Da ich zur Vorbereitung auf die nahende Tennis-Saison noch an meiner Ausdauer arbeiten muss, habe ich vor ein paar Wochen mal wieder mit dem Laufen begonnen. So trug ich die Socken also am ersten Test-Tag auf meiner üblichen Laufstrecke durch unser benachbartes Wäldchen. Es war ein sonniger Frühlingstag und somit perfektes Laufwetter.

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Beim Anziehen fiel mir zunächst auf, dass das Material der Socke sich sehr weich anfühlt und angenehm zu tragen ist. Insbesondere die Sohle ist sehr weich „gepolstert“. In Größe 35-38 passen die Socken perfekt an meinen Fuß (normalerweise trage ich Gr. 39, die Sport-Socken fallen also etwas größer aus). Ein Nachteil der von mir ausgewählten Sneaker-Socken: Durch den kurzen Schaft scheuerten die Reißverschlüsse meiner langen Laufhose am Knöchel. Hier wäre also wohl die normale Sportsocke sinnvoller gewesen. Doch trotz dieses kleinen Handicaps schaffte ich an diesem Tag einen neue persönliche Bestzeit. Ob das nun an den Socken lag oder doch eher am schönen Wetter, lasse ich mal dahingestellt. Vermutlich war es eine Kombination aus beidem. 🙂

Nach dem Laufen zog ich sofort die Schuhe aus, um zu fühlen, wie feucht die Socken geworden sind. Von außen fühlten sie sich ein klein wenig klamm an. Innen aber waren sie so gut wie trocken, und das Wichtigste: Auch die Füße fühlten sich nicht verschwitzt an. Das habe ich mit anderen (Sport-)Socken schon ganz anders erlebt. Spricht also für einen guten Feuchtigkeitstransport – ein großer Pluspunkt für die SOX IN A BOX Socke.

Dennoch wanderten die Socken anschließend natürlich in die Waschmaschine (bei 30°), mit Schleudergang. Als ich sie herausnahm, waren sie nur noch leicht feucht. Sie durften trotzdem noch ein paar Stunden mit Wollibo(s) auf dem Sockentrockner abhängen, um sich ein wenig auszuruhen. 😉

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Zweiter Test: Tennis

Am nächsten Tag stand dann schon der nächste Härtetest auf dem Programm: Drei Stunden Tennis. Zunächst spielte ich eine Stunde Einzel mit dem Liebsten und konnte ihn mit meinem offensiven Power-Tennis ordentlich laufen lassen (da hätten ihm die bequemen SOX IN A BOX Socken sicher auch ganz gut getan 😉 )

Am Ende des Satzes hatte ich immerhin drei gewonnene Spiele auf meinem Konto, was mich schon sehr zufrieden stellte. Danach spielten wir gemeinsam in bewährter Mixed-Kombination gegen zwei Mannschafts-Kameraden des Mannes noch ein Doppel. Unser Dreisatz-Sieg war zwar etwas überraschend, aber nicht unverdient. Und schließlich hatten wir als amtierende Mixed-Clubmeister ja auch einen Ruf zu verteidigen. 🙂

Während die Männer danach komplett am Ende waren (ok, sie hatten am Morgen auch schon 3 Stunden bei der Frühjahrsinstandsetzung der Außenplätze geschuftet ; -) ), hätte ich noch ein wenig weiter spielen können. Die Füße fühlten sich jedenfalls noch gut an – und waren auch nach drei Stunden Sport noch ziemlich frisch und trocken.

Anzumerken bleibt allerdings: Für das Tennisspielen auf dem Sandplatz würde ich eher die schwarzen Sportsocken wählen, da die weißen Socken durch die rote Asche doch leicht verfärbt werden können.

Ansonsten fällt mein Fazit sehr positiv aus: Die Socken fühlen sich qualitativ sehr hochwertig an. Sie sind zudem sehr bequem zu tragen und halten die Füße tatsächlich weitgehend trocken. Durch die Verstärkungen sind sie sicher auch länger haltbar als viele andere Sportsocken. Im letzten Jahr kaufte ich z.B. Tennissocken von der Marke mit den drei Streifen, die schon nach zweimal Tragen dünne Stellen bekamen und wenig später dann auch Löcher. Das war dann schon sehr ärgerlich, da sie auch nicht gerade billig waren.

Jetzt bin ich natürlich gespannt, wie lange meine SOX IN A BOX Socken mich über die Tennisplätze dieser Welt tragen. Wir starten direkt mit einem Auslandseinsatz: Die Sportsocken dürfen nun das erste Mal ins Flugzeug steigen (als „Made in Germany“ haben sie ja noch keine Flugreise hinter sich 😉 ) und mit in den Saisonvorbereitungsurlaub reisen. Jeden Tag Tennis – ich kann’s kaum erwarten, endlich wieder draußen dem gelben Filzball hinterher zu jagen.

Für mich persönlich ist Tennisspielen einfach die beste Art, den Alltags-Stress (Job, Haushalt, Kinder) für einige Stunden hinter mir zu lassen. Das Tolle an diesem Sport: Man muss konzentriert sein und mit Köpfchen spielen, hat also während des Spiels gar nicht wirklich Gelegenheit, sich über andere Dinge den Kopf zu zerbrechen. Einfach perfekt, um mal so richtig abzuschalten.

Gewinnspiel: Und was ist Euer Lieblingssport?

Wer die Qualität der (Sport-)Socken selbst einmal testen möchte, bekommt jetzt die Gelegenheit dazu. Kai Krüger von SOX IN A BOX war so nett, mir einen 20€-Gutschein zur Verfügung zu stellen, den ich gerne hier verlosen möchte. Dafür könnt Ihr dann im Online-Shop nach Belieben Socken oder Sportsocken auswählen und sie Euch (innerhalb Deutschlands) versandkostenfrei nach Hause liefern lassen.

Was Ihr dafür tun müsst? Hinterlasst einfach bis zum 25. April 2014 unter diesem Beitrag einen kurzen Kommentar: Welcher Sport ist Eure Leidenschaft – und warum?

Der Gewinner des Gutscheins wird am 26. April 2014 ausgelost und schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Viel Glück! 🙂
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UPDATE: Das Geburtstagskind der Woche, unser LiLa-Launebärchen, hat Glücksfee gespielt. Gewonnen hat der Kommentar Nr. 5 – Herzlichen Glückwunsch, Jasmin!

Wollibos Waldwunder – Tipps zu Outdoor-Kleidung

Blog-Serie zum Thema Waldkindergarten – Teil 4

Es ist kein Geheimnis, dass man beim Kauf von Outdoor-Ausstattung und Funktionskleidung eine Menge Geld ausgeben kann. Kann man sicher, muss man aber nicht unbedingt … Vieles kann man durchaus auch gebraucht kaufen. Gerade die teure Funktionskleidung ist in den meisten Fällen tatsächlich ihren Preis wert und „überlebt“ dann nicht nur ein Kind, sondern gleich mehrere. Hier sollte man einfach frühzeitig Ausschau halten nach guten Angeboten bei Ebay, Kleinanzeigen-Portalen oder Flohmärkten.

Aber auch bei den Outdoor-Aktionen der Shopping-Communities oder im Ausverkauf von Online-Shops lässt sich das eine oder andere Schnäppchen machen. Der große Vorteil der Markenware liegt übrigens nicht nur in der Qualität und Lebensdauer, sondern auch im hohen Wiederverkaufswert. Wenn man sehr günstig eingekauft hat, kann es durchaus sein, dass man das investierte Geld (fast) wieder rausbekommt, wenn die Sachen später noch weiterverkauft werden.

Discounter vs. Marke

Es gibt aber auch empfehlenswerte Produkte, die nicht teuer und trotzdem gut geeignet sind. Die Matsch-Klamotten und Gummistiefel vom Discounter beispielsweise sind für Schlechtwetter-Tage durchaus eine Alternative. Zumal man ja ohnehin mehrere Garnituren bereithalten sollte, damit zwischendurch auch mal gewaschen werden kann. Allerdings muss man bei der Discounterware eben doch auch Abstriche machen in Sachen Haltbarkeit und vor allem hinsichtlich Funktionalität.

Die Kinder bewegen sich im Wald ja viel und können dabei (auch im Winter) schnell ins Schwitzen kommen. Wenn sie dann eine einfache „Gummi“-Hülle tragen, werden sie von außen zwar nicht nass. Aber dafür staut sich darunter dann die körpereigene Feuchtigkeit, die nicht nach außen gelangen kann. Aus diesem Grund achte ich bei unserem Wald-Flöckchen schon darauf, dass sie möglichst atmungsaktive Kleidung trägt, die auch sonst auf die stärkere Beanspruchung im Waldkindergarten-Alltag ausgelegt ist. Das heißt z.B. verschweißte Nähte und abriefeste Besätze an den wichtigsten Stellen.

Funktionalität und Belastbarkeit sind also die wichtigsten Punkte bei der Auswahl der Ausstattung. Je länger ich mich mit diesem Thema beschäftige, spielt für mich aber auch immer mehr die Optik und Unverwechselbarkeit eine Rolle. Das ist wiederum ein Punkt, der gegen Aldi, Lidl & Co. und auch gegen die beliebte Tchibo-Regenkleidung spricht. Denn darin läuft gefühlt wirklich jedes dritte Kind herum. Da sind Verwechslungen vorprogrammiert – hatten wir bereits häufiger im Kindergarten der Großen (trotz Namensetiketten).

Was für’s Auge

Wenn man nach farbenfroher und kindgerechter Kleidung Ausschau hält, haben dann nach meinem Geschmack allerdings nicht die bekannten Outdoor-Marken (Vaude, The North Face, Salewa, Fjällräven, Bergans und natürlich die allgegenwärtige Jack-Wolfskin-Tatze) die Nase vorn.

Das mag auch daran liegen, dass viele dieser Marken nicht unbedingt auf die Zielgruppe Kleinkind bzw. Kindergartenkind ausgerichtet sind. In den letzten Jahren scheint sich das zwar ein wenig gewandelt zu haben, aber da gibt es in meinen Augen doch noch Nachholbedarf. Vorreiter sind hier vor allem die skandinavischen Kinderkleidungs-Marken, die mit bunten Designs und verspielten Details aufwarten können. Zudem punkten sie auch mit tollen Funktions-Eigenschaften wie hoher Wassersäule und Atmungsaktivität sowie guter Wärmeisolierung und Abriebfestigkeit der Materialien. Und: Es gibt sie auch schon für die Kleinsten unter den Outdoor-Kids…

Outdoor-Jacken

Waldwichtel in Aktion

Marken für Outdoor-Kids

Diese Aufstellung ist natürlich nicht vollständig, sondern basiert auf unseren eigenen Recherchen und Erfahrungen. Die Marken, die wir selbst schon im Einsatz hatten bzw. haben und aus persönlicher Erfahrung empfehlen können, sind in der Auflistung fett markiert.

Praktisch & (vergleichsweise) günstig

  • BMS Sailing Wear (ab Babygrößen; funktionale Schlechtwetter-Kleidung)
  • Tells (ab Gr. 80; Regenkleidung in verschiedenen Farben, Testsieger bei Ökotest)
  • Engelbert Strauss (ab Gr. 98; hier vor allem die Worker-Hosen mit Cordura-Besatz)
  • Meru (ab Gr. 92; Globetrotter-Marke, vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis)

Farbenfroh & mittleres Preissegment

  • Trollkids (ab Gr. 92; sehr gute Qualität zu ordentlichen Preisen – öfter mal Ausschau halten in den Shopping-Clubs! 3-in-1-Jacke hat uns den ganzen Herbst/Winter zuverlässig begleitet)
  • Color Kids (ab Babygrößen; ebenfalls günstig, funktionale Regenbekleidung)
  • Lego Wear (ab Babygrößen; etwas teurer, aber auch sehr funktional)
  • Jako-o (ab Gr. 80; Robuste Outdoor-Kleidung mit Waldkindergarten-gerechten Details)

Stylish, aber preislich auch obere Liga

  • Finkid (ab Babygrößen; Die mit den Zipfelkapuzen, auch schöne Outdoorhosen; teuer, aber sehr hoher Wiederverkaufswert)
  • Ticket Outdoor (ab Babygrößen; „Ticket to Heaven“ – teuer, aber die Qualität spricht für sich, ebenfalls sehr hoher Wiederverkaufswert)
  • Didriksons (ab Babygrößen; nicht ganz so bekannte, aber empfehlenswerte schwedische Outdoormarke)
  • Isbjörn of Sweden (ab Babygrößen; sehr teuer, soll aber auch sehr gut sein)
  • Elkline (ab Gr. 92; hier sind wohl vor allem die verstärkten Outdoorhosen empfehlenswert)

„Die üblichen Verdächtigen“
Aus dem Erwachsenen-Bereich bekannte Outdoor-Marken
Hochfunktional & teils hochpreisig

  • Jack Wolfskin (ab Gr. 92; Wer Wert auf den Einheits-Tatzen-Look legt, bitte sehr – mein Fall ist es nicht und unsere bisherigen Erfahrungen, was die Haltbarkeit angeht, auch nicht so positiv.)
  • Vaude (ab Gr. 92; sehr robust, sehr hohe Wassersäule & Atmungsaktivität)
  • Fjällräven (ab Gr. 104, sehr teuer)
  • Bergans (ab Gr. 92; sehr teuer)
  • The North Face (erst ab Gr. 116, sehr teuer)
  • Salewa (ab Gr. 92, nicht ganz so teuer)

Fazit:

Ich achte beim Kauf vor allem auf die Funktionalität (hohe Wassersäule, Atmungsaktivität, robuste Verstärkungen). Aber ich finde, gerade bei Kinderjacken sollte auch die Optik nicht zu kurz kommen 😉 . Zudem spielt auch der mögliche Wiederverkaufswert eine Rolle. Wenn ich weiß, dass die Sachen halten, was ihr Preis verspricht, kaufe ich lieber teurere Markenware. Wenn die Sachen dann wirklich noch gut in Schuss sind, mache ich beim Weiterverkauf keinen großen Verlust. Zumal ich bisher eigentlich nie den Originalpreis bezahlt habe, sondern immer nur (teils stark) reduzierte Angebotspreise (Sale, Aktionen bei Limango, etc.).

Jedenfalls kann ich mit dieser Einkaufstaktik auch sicher gehen, dass mein Kind nicht den ganzen Tag in einer luftundurchlässigen Gummi-Hülle steckt und komplett nass geschwitzt ist, wenn ich sie vom Kindergarten abhole. Was aber nicht heißt, dass sie nicht zwischendurch auch mal Discounter-Regenhosen trägt. Gerade an richtig verregneten Matsch-Tagen sind mir die teureren Funktionsklamotten zum Einsauen dann doch etwas zu schade.

Ein Hinweis ist in diesem Zusammenhang vielleicht auch noch wichtig: Funktionskleidung sollte man nicht zu häufig waschen, und nach Möglichkeit auch nur mit Funktionswaschmittel. Niemals Weichspüler verwenden, damit die Atmungsaktivität nicht verloren geht. Damit die Sachen auch nach mehreren Wäschen noch wasserdicht sind, kann bei Bedarf die Imprägnierung mit speziellen Imprägniermitteln und ggf. durch Wärmebehandlung (Wäschetrockner, Bügeleisen) aufgefrischt werden.

Beim Kauf gebrauchter Kleidung ist hier dementsprechend auch etwas Vorsicht geboten. Vor allem, da man in der Regel nicht weiß, wie oft und mit welchen Mitteln die Sachen bisher gewaschen wurden. Da muss man dann einfach auf die Aussagen der Verkäufer vertrauen – oder eben doch selbst neu kaufen …

Die Ausstattung ist, wie man sieht, ein Thema, mit dem man sich sehr ausgiebig beschäftigen kann. Hilfreich ist dabei immer, sich Tipps und Meinungen von den Waldkindergarten-Erzieherinnen oder erfahrenen Wald-Eltern zu holen.

Hier geht’s zu Teil 1 der Blog-Serie: Wollibos Waldwunder im Waldkindergarten

Hier geht’s zu Teil 2 der Blog-Serie: Warum Waldkindergarten?

Hier geht’s zu Teil 3 der Blog-Serie: Vorbereitung und Eingewöhnung

Wollibos Waldwunder – Vorbereitung & Eingewöhnung

Blog-Serie zum Thema Waldkindergarten – Teil 3

Auf die Plätze, fertig, los!

In den Wochen und Monaten vor dem Kindergartenstart gab es noch eine ganze Menge zu organisieren und zu besorgen. Ein Waldkindergarten-Kind benötigt nämlich auch einige Dinge, die im „normalen“ Kindergartenalltag in der Regel nicht gebraucht werden.

Was braucht ein Waldkindergarten-Kind?

  • Leichter und robuster Rucksack mit Brustgurt (und ggf. zusätzlichem Hüftgurt für besseren Halt) sowie Außentaschen für Trinkflasche, Taschentücher, etc.
  • Ggf. Regenschutz für den Rucksack
  • Leichte Sitzmatte (wird bei uns vom Kindergarten gestellt)
  • (Isolierte) Trinkflasche mit Deckel und eine Frühstücksdose
  • Kleines Handtuch (zum Händewaschen vor dem Frühstück)
  • Festes, geschlossenes Schuhwerk, z.B. Wander- oder Trekkingschuhe (keine Sandalen), für Schlecht-Wetter-Tage Gummistiefel
  • Nur lange Hosen und lange Jacken/Pullover/Shirts (auch im Hochsommer) – zum Schutz vor Zecken und Mücken
  • Wetterfeste Kleidung (ggf. mehrere Schichten nach dem Zwiebel-Prinzip)
    Robuste Buddelhose, Regenjacke mit Kapuze, ggf. Funktionsjacke und -hose
    Sinnvoll sind auch Hosen mit (wasserabweisenden) Verstärkungen an Knien und Po
  • Wollsocken oder Funktionssocken für optimalen Temperaturausgleich und Feuchtigkeitstransport
  • Kopfbedeckung (Cap, Sonnen- oder Regenhut, bzw. Mütze)
  • Taschentücher
  • Ggf. Windeln
  • Ggf. Wechselkleidung

Welche Marken bzw. Produkte sich bisher bei uns und auch bei anderen Waldkindergarten-Eltern bewährt haben, und wo man diese am besten kaufen kann? Darauf werde ich noch in einem separaten Blogbeitrag genauer eingehen…

Was braucht eine Waldkindergarten-Mami?

  • Ein schwach ausgeprägtes Sauberkeitsbedürfnis – UND: Einen leistungsstarken Staubsauger für’s Auto sowie Waschmaschine und ggf. Trockner 😉
  • Eine große, robuste Trage-Tasche, o.ä., in der die verdreckten Stiefel, Matschkleidung, etc. beim Abholen direkt verstaut und transportiert werden können
  • Im Frühjahr, Sommer und Herbst: Insekten- und Zecken-Schutz für’s Kind
    (auf Empfehlung erfahrener Wald-Kiga-Eltern: Zitronenöl aus dem Reformhaus – damit werden alle nicht mit Kleidung bedeckten Stellen eingerieben, z.B. Gesicht, Nacken und Hände)
  • Ein Zeckenwerkzeug zum Entfernen der „kleinen Blutsauger“ (Schneeflöckchen hatte bisher erst eine Zecke, gerade gestern entdeckt 😉 )
  • Namensaufkleber und -Etiketten für die Kleidung (sind natürlich auch im normalen Kindergarten hilfreich)

Und sonst?

In Schneeflöckchens Kindergarten haben die U3-Kinder auch noch ein sogenanntes „Wohlfühlbuch“ im Gepäck. Darin sind Fotos von der Familie, von Kuscheltieren, Lieblingsspielzeugen, etc. gesammelt. Das Büchlein soll Anknüpfungspunkte für Gespräche bieten und bei Bedarf Trost spenden. Ich finde das eine sehr schöne Idee (nicht nur für den Waldkindergarten, sondern für alle Kindergarten-Formen) und auch das Flöckchen freut sich, dass sie so ganz ungezwungen und anschaulich von ihren Lieben erzählen kann.


Kennenlernen vor dem Kindergarten-Start

Zur Vorbereitung gehörten im Juni und Juli auch insgesamt sechs Eingewöhnungs-Nachmittage, die die Kinder gemeinsam mit den Erzieherinnen und den Eltern im Wald verbrachten. So konnten die Kinder sich langsam aneinander und an die Erzieherinnen gewöhnen. Gleichzeitig lernten sie auch die verschiedenen Plätze im Wald kennen, die die Gruppe dann im normalen Kindergartenbetrieb aufsuchen würde.

Das Schneeflöckchen blieb anfangs immer in meiner Nähe, sagte nichts und beobachtete das Geschehen um sich herum noch mit etwas Abstand. Doch als es dann ans Matschen ging und die Kinder mit großen Pinseln mit selbst angerührtem Matsch einen alten Baumstamm „bemalen“ durften, war sie plötzlich mittendrin statt nur dabei. Und als eine der Erzieherinnen eine Decke mit Kinderbüchern ausbreitete, setzte sie sich wie selbstverständlich zusammen mit anderen Kindern auf die Decke und ließ sich die Bücher vorlesen. Da merkte ich dann schon, dass sich langsam Zutrauen entwickelte, auch wenn sie weiterhin kein Wort sprach. Von Mal zu Mal bewegte sie sich immer freier in der Gruppe und begann auch, einzelne Worte mit den Erzieherinnen zu wechseln.

Bei den letzten beiden Kennenlern-Terminen war es dann so, dass die Eltern ca. ein halbe Stunde vor Ende zurück zum Treffpunkt am Waldeingang gingen und die Kinder mit den Erzieherinnen hinterher kommen sollten. Natürlich nicht, ohne sich vorher von den Eltern zu verabschieden. Während das Schneeflöckchen dabei keine Miene verzog, brach ein anderes Mädchen bei der Verabschiedung in Tränen aus und ließ sich kaum mehr beruhigen. Damit steckte sie dann alle anderen Kinder an, die ebenfalls anfingen zu weinen. Ach, Moment, nicht alle Kinder! Denn das Schneeflöckchen machte ihrem Namen alle Ehre und blieb weiterhin – zumindest äußerlich – absolut cool, während um sie herum alles herzzerreißend weinte. Sie schaute sich nur etwas verwundert um und dachte sich vielleicht: „Was haben die bloß? Ist doch total schön hier!“ 😉

Doch auch bei ihr war die Wiedersehensfreude am Treffpunkt dann sehr groß. So konnte ich schließlich ein freudestrahlendes und zufriedenes Flöckchen in die Arme schließen. Der erste große Schritt auf dem Weg zum Kindergarten-Kind war geschafft. Zuhause wurden dann noch fleißig die Namen der anderen Kinder und das Begrüßungslied geübt, das auch im täglichen Morgenkreis gesungen wird.

Der erste Kindergartentag

Im August war es schließlich so weit. Der erste „richtige“ Kindergartentag stand bevor und wir waren alle ganz schön aufgeregt, dass unser Schneeflöckchen jetzt wirklich zum ersten Mal ohne Mama in den Wald gehen würde. Auf dem Weg zum Kindergarten stimmte das Flöckchen dann im Auto wieder das Begrüßungslied an und war ganz offensichtlich voller Vorfreude auf den großen Tag. Am Treffpunkt angekommen klammerte sie sich zwar ein bißchen an mir fest, aber als die Mamas dann noch mit zum Morgenkreis kommen durften, war sie erst einmal beruhigt. Im Morgenkreis sangen alle gemeinsam das Begrüßungslied, d.h.die Mamas und Erzieherinnen sangen – und die Kinder hörten zumindest aufmerksam zu. 😉

Dann verabschiedeten wir uns von unseren Kindern und die kleinen Waldhasen zogen als „Eisenbahn“ Hand in Hand hinter dem Bollerwagen in den Wald. Auch diesmal gab es noch ein paar Tränen bei einigen Kindern, so dass ihre Mamas noch ein Stück mitgingen. Das Schneeflöckchen winkte mir noch einmal zum Abschied – und schwupps, weg war sie…

Es war ein komisches Gefühl, sie allein gehen zu lassen. Aber es beruhigte mich sehr, dass ihr der Abschied offensichtlich weniger schwer fiel als mir. Auch der zweite Kindergartentag lief völlig problemlos. Umso überraschter war ich, als das Schneeflöckchen dann am dritten Tag ganz unvermittelt während des Begrüßungslieds im Morgenkreis in Tränen ausbrach und sagte, sie wolle „nich Eisenbahn fahrn“. Sie ließ sich allerdings schnell beruhigen, und als die Erzieherin sie schließlich an die Hand nahm, waren die Tränchen schon wieder getrocknet.

In der ersten Woche holte ich das Schneeflöckchen schon um 12 Uhr im Kindergarten ab. Ab der zweiten Woche durfte sie dann auch zum Mittagessen im Kindergarten bleiben, was ebenso gut klappte wie der anschließende Mittagsschlaf – natürlich mit ihrem immer noch heiß geliebten ♥ Wollibo ♥ im Schlepptau – im gemütlichen Ruheraum der Einrichtung.

Als ich das Flöckchen dann eines Morgens aufweckte, waren ihre ersten Worte: „Wann geh‘ ich wieder in den Waldkindergarten?“ Auf meine Antwort: „Heute, mein Schatz!“, folgte ein strahlendes Lächeln. Und da wusste ich: „Ja, sie ist wirklich angekommen!“ ♥


Hier geht’s zu Teil 1 der Blog-Serie: Wollibos Waldwunder im Waldkindergarten

Hier geht’s zu Teil 2 der Blog-Serie: Warum Waldkindergarten?

Wollibos Waldwunder – Warum Waldkindergarten?

Blog-Serie zum Thema Waldkindergarten – Teil 2

Im letzten Beitrag habe ich schon ein paar grundsätzliche Dinge zum Konzept der Waldkindergärten aufgegriffen. Aber wie kam es nun eigentlich, dass wir uns entschieden haben, unser Kind im Waldkindergarten betreuen zu lassen?

Der Hauptgrund war, dass wir mit der Gesamtsituation im Kindergarten des LiLa-Launebärchens alles andere als zufrieden waren bzw. sind. Sie fühlt sich da zwar sehr wohl, hat Freunde gefunden und auch eine wirklich tolle Lieblingserzieherin. Aber die Kindergartenleitung ist eine absolute Katastrophe, völlig überfordert und ohne jegliches Konzept. Leider hört man vom anderen Kindergarten hier im Ort auch nur Negatives. Und solange mein Kind in der jetzigen Einrichtung zufrieden und glücklich ist, könnte ich mit der Konzeptlosigkeit ja noch leben, bzw. habe ich in den letzten Jahren zu leben gelernt.

Am allerschlimmsten finde ich aber, dass es in Kindergartengebäude inklusive der Gruppenräume extrem muffig riecht. So ein fieser „Feuchter-Keller“-Geruch, der sich tagtäglich in den Klamotten, aber auch in Haut & Haaren unseres Launebärchens festsetzt. Angeblich nicht gesundheitsgefährdend, aber wer weiß das schon so genau. Und unternommen wurde trotz gegenteiliger Ankündigungen noch immer nichts. An diesen wirklich penetranten Geruch konnte und wollte ich mich in den letzten 3 Jahren jedenfalls nie gewöhnen. Wenn ich mein Kind vom Kindergarten abhole, möchte ich es gerne auch in den Arm nehmen und knuddeln – und nicht als erstes zuhause das Kind umziehen, damit es nicht so stinkt. 😦 Vom noch immer ungeklärten gesundheitlichen Aspekt mal ganz abgesehen…

So reifte in uns also der Gedanke, dass wir das Schneeflöckchen nicht auch noch in diesen „Stinke“-Kindergarten schicken wollten. Und was lag da näher, als das genaue Gegenteil zu suchen. Sozusagen die „Frischluft-Variante“. In der Nachbarschaft wohnen einige Familien, deren Kinder in den Waldkindergarten gehen. Und alle waren und sind absolut begeistert davon.

Organisation des Waldkindergartens

Was uns neben der „Frischluft“-Garantie an den Schilderungen besonders gut gefallen hat, war die Organisation der Betreuung von U3-Kindern. Es gibt insgesamt drei Kindergartengruppen, wobei die ganz Kleinen im Alter von 2 – 3 Jahren in einer speziellen U3-Gruppe mit nur 8 Kindern und 2 Betreuerinnen beginnen. Die Vormittage verbringt die Gruppe im Wald, bevor es dann um 12 Uhr zum Mittagessen ins Kindergarten-Gebäude zurückgeht. Während die größeren Kinder aus den Ü3-Gruppen erst um 13 Uhr zum Essen kommen, können die Kleinen sich in einem gemütlichen Schlafraum zum Mittagschlaf zurückziehen. So ein ganzer Vormittag mit Bewegung an der frischen Luft kann nämlich ganz schön müde machen. 😉

Erst im kommenden Frühjahr (Anfang Mai) werden die Unter-Dreijährigen dann in die beiden „großen“ Gruppen eingegliedert, wobei jeweils 4 Kinder mit einer ihrer beiden bisherigen Erzieherinnen in die neuen Gruppen wechseln. Der Vorteil dieser Vorgehensweise liegt darin, dass es keinen abrupten Gruppenwechsel gibt, sondern die kleinen Kinder behutsam an ihre neue Gruppe herangeführt werden. Dabei haben sie mit der ihnen schon bekannten Erzieherin eine feste Bezugsperson an ihrer Seite. Bis zum Sommer und dem Start ins nächste Kindergartenjahr sind die Kinder dann gut in ihre neuen Gruppen integriert, so dass die beiden Erzieherinnen dann wieder die Betreuung der neuen U3-Gruppe übernehmen können.

Dieses Konzept fanden wir sehr ansprechend, obwohl wir uns anfangs noch sehr schwer vorstellen konnten, dass wir unser dann gerade 2 1/2 Jahre altes Flöckchen – mit Rucksack und Wanderstiefeln ausgestattet – ohne uns durch die Wälder marschieren lassen würden. Dennoch haben wir sie dann im letzten Frühjahr einfach mal dort angemeldet. Große Hoffnung auf einen Platz hatten wir ohnehin nicht, weil die Nachfrage nach Plätzen im Waldkindergarten immer sehr groß ist.

Schnupper-Tag und Platz-Zusage

Im Oktober (bei wunderschönem, sonnigem Herbstwetter 😉 ) durfte ich mit dem Schneeflöckchen einen Schnupper-Vormittag im Waldkindergarten verbringen, der uns beiden total gut gefallen hat. Noch Tage und Wochen später erzählte die kleine Maus begeistert von unseren Erlebnissen im Waldkindergarten. Das gab uns das gute Gefühl, dass sie dort wirklich richtig aufgehoben sein könnte. Und mir selbst hatte der Schnuppertag einen tollen Einblick in den Tagesablauf im Waldkindergarten gegeben. Ich konnte mir vorher gar nicht wirklich vorstellen, wie und was die Kinder dort alles erleben, spielen und lernen.

Letztendlich hatten wir dann einfach großes Glück, dass eine Familie von der Warteliste in eine andere Stadt zog und eine andere Familie auf ihren Platz verzichtete. So rutschte das Schneeflöckchen in der Warteliste also zwei Plätze nach oben. Mitte Dezember bekamen wir Bescheid, dass uns ein Platz angeboten werden könne und so konnten wir uns über die Feiertage tatsächlich mit dem Gedanken anfreunden, dass unser Schneeflöckchen ein kleiner Waldwichtel werden sollte.

Im März diesen Jahres fand dann ein Informations- und Kennenlern-Elternabend mit den Erzieherinnen und den anderen Eltern statt, den wir leider wegen Krankheit verpassten. So wurden wir ein paar Tage später aber noch zu einem persönlichen Gespräch eingeladen, in dem wir viele nützliche Hinweise und Informationen zur Organisation, zum Tagesablauf, zur Eingewöhnung und zur benötigten Ausstattung erhielten. So hatten wir also noch genügend Zeit, uns auf den Kindergartenstart im August vorzubereiten.

Was musste vorbereitet werden? Was braucht denn ein Waldkindergarten-Kind überhaupt alles? Und wie lief die Eingewöhnung ab? Darauf möchte ich gerne im nächsten Artikel eingehen…

Hier geht’s zu Teil 1 der Blog-Serie: Wollibos Waldwunder im Waldkindergarten

Wollibos Waldwunder im Waldkindergarten

Es war einmal ein kleines Schneeflöckchen, das auszog, die Winterwälder zu erkunden…

Seit August geht unser Schneeflöckchen nun in den Waldkindergarten. Und sie fühlt sich dort so wohl, dass ich sagen kann: Es war die richtige Entscheidung!

Natürlich hatten wir anfangs hin und her überlegt sowie über Vor- und Nachteile diskutiert. Zum Einen bin ich selbst überhaupt kein „Outdoor“-Typ. Das heißt, ich mag weder Kälte noch Nässe noch übermäßige Hitze. In diesen Fällen bin ich einfach am liebsten drinnen, auch wenn ich mich zum Wohle meiner Kinder und meiner eigenen Gesundheit dann doch nach draußen zwinge. 😉

Und, was ich z.B. an der Gartenarbeit gar nicht leiden kann: Dreck/Erde/Sand unter meinen Fingernägeln (mochte ich als Kind schon nicht 😉 ) – und natürlich das ganze Getier was einem dabei begegnet. Nun dürft Ihr raten, wie die Fingernägel unseres Schneeflöckchens aussehen, wenn sie gut gelaunt aus dem Waldkindergarten nach Hause kommt („Wir haben heute wieder gematst, Mama.“). Und sie findet Schnecken, Regenwürmer, Spinnen und sonstige Krabbelviecher äußerst faszinierend – von Hasenkötteln ganz zu schweigen 😉

Natürlich sieht man auch an den Klamotten, dass sie im Wald doch deutlich mehr beansprucht werden als im normalen Kindergarten. Nach einem verregneten Waldtag kann die Grobreinigung von Schuhen, Hose, Jacke und Rucksack schon mal eine gute halbe Stunde Zeit in Anspruch nehmen. Und wirklich „sauber“ sind sie dann noch lange nicht…

Auch die recht hohen Kosten für Outdoor- und Funktionsbekleidung, aus der die Kleinen in dem Alter ja auch schnell wieder herauswachsen, sind ein nicht zu unterschätzender Faktor. Hinzukommt, dass der Waldkindergarten im Gegensatz zum Regelkindergarten hier nicht um die Ecke liegt, sondern ca. 10 km von unserem Wohnort entfernt. Während ich also die Große locker zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum Kindergarten bringen kann, ist das beim Schneeflöckchen immer mit einer längeren Autofahrt verbunden. Das bedeutet: Jeden Morgen und jeden Mittag unterwegs mit unserem „Waldkinder-Transport-Taxi“, an dem das Ganze im Übrigen auch nicht spurlos vorüber geht. Eine Innenraumreinigung wäre mindestens alle zwei Tage durchaus angebracht…

Und warum haben wir nun trotzdem entschieden, dass der Waldkindergarten für unser zweites Kind genau das Richtige ist?

Da das Ganze den Rahmen eines einzelnen Blogartikels sprengen würde, möchte ich das Thema gerne in einer kleinen Serie von Blogbeiträgen beleuchten. Beginnen wir einfach mal mit den konzeptionellen Grundlagen…

WAS ist ein Waldkindergarten?

Zunächst muss ich vielleicht noch klarstellen, dass der „Waldkindergarten“ oder auch „Naturkindergarten“ nicht mit Waldorf-Kindergärten zu verwechseln ist. Zwar spielen einige Punkte der Waldorf-Pädagogik (z.B. das freie Spiel mit Naturmaterialien) auch im Konzept der Waldkindergärten eine Rolle, dennoch steht dahinter ein ganz eigenständiger Ansatz.

Der größte Unterschied zum Regelkindergarten: Im „Kindergarten ohne Dach und Wände“ sind die Kinder die ganze Zeit draußen an der frischen Luft. Und die kann in der Übergangszeit und vor allem im Winter doch ziemlich „frisch“ werden. 😉

Ausgestattet mit Rucksäcken und wetterfester Kleidung sind die Kinder also mit ihren Erziehern jeden Tag im Wald und auf den umliegenden Wiesen unterwegs. Bei Wind und Wetter – in Regen, Schnee und Sonnenschein. Die Aktivitäten finden grundsätzlich bei jedem Wetter im Freien statt. Bei extremen Witterungsbedingungen (z.B. Schneesturm, Gewitter) können sich die Erzieher aber mit den Kindern in beheizbare Räumlichkeiten (Hütte, Bauwagen, etc.) zurückziehen. „Unser“ Waldkindergarten hat sogar richtig schöne, frisch renovierte Aufenthaltsräume (inkl. Küche und Waschraum) zur Verfügung. Hier essen die Kinder gemeinsam zu Mittag und die Kleinsten haben einen gemütlichen Schlafraum für den Mittagschlaf.

Ein weiterer Unterschied zum „normalen“ Kindergarten: Da die meisten Waldkindergärten Elterninitiativen bzw. eingetragene Vereine sind, wird die Mitwirkung und Mitarbeit aller Eltern als Vereinsmitglieder natürlich groß geschrieben. Und die Eltern haben Spaß daran, sich einzubringen und aktiv mitzugestalten. Das ist nach meiner Erfahrung in staatlichen oder kirchlichen Einrichtungen oft nicht der Fall.

Entstanden ist die Idee der Wald- bzw. Naturkindergärten übrigens in Skandinavien. Der erste Naturkindergarten wurde in den 1950er Jahren in Dänemark gegründet. Der erste deutsche private Waldkindergarten entstand 1968 in Wiesbaden. Anfang der Neunziger starteten dann die ersten Waldkindergärten mit staatlicher Anerkennung. Inzwischen gibt es in Deutschland ca. 1000 Naturkindergärten und viele hundert Waldkindergartengruppen sowie Regelkindergärten mit Waldtagen oder Waldwochen.

WIE ist ein Waldkindergarten?

Die Natur ist der ideale Bewegungsraum für Kinder. Bewegung wird dabei nicht nur als Ausdruck von kindlicher Lebensfreude gesehen, sondern als Basis der Gesamtentwicklung.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, wie eng die motorische und die geistige Entwicklung miteinander verknüpft sind. Durch die Bewegungserfahrung in der Natur lernen die Kinder nicht nur ihre Umgebung, sondern auch sich selbst – ganz individuell und als Teil des großen Ganzen – intensiv wahrzunehmen.

Sie entdecken die Welt durch eigenständiges, aktives Handlen. Aus pädagogischer Sicht geht es vor allem darum, den Kindern etwas zuzutrauen. Sie dürfen auf Bäume klettern, sie dürfen „gefährliche“ Dinge ausprobieren. Auch Schnitzmesser und andere Werkzeuge sind im Waldkindergarten kein Tabu. Durch diese Erfahrungen lernen die Kinder ihre eigenen Grenzen besser kennen und stärken gleichzeitig ihr Selbstbewusstsein.

Die Kinder lernen, der Natur gegenüber achtsam zu sein und das wertzuschätzen, was sie ihnen bietet. Gespielt wird mit allem, was der Erlebnisraum Wald hergibt: Matsch und Moos, am Boden liegende Baumstämme, Stöcke und Blätter. Es wird gesungen und gelacht, geklettert und geschaukelt, gelesen und gemalt. All das, was Kinder auch im normalen Kindergarten machen – nur eben alles ein bißchen anders, ein bißchen freier, ein bißchen „natürlicher“.

Im Wald erfahren die Kinder die Natur mit allen Sinnen. Sie lauschen den Geräuschen des Waldes, sie riechen die Natur. Sie erleben den Wechsel der Jahreszeiten im wahrsten Wortsinn „hautnah“. Durch die Kälte- und Wärmereize, denen die Kinder im Laufe des Jahres ausgesetzt sind, wird das Immunsystem gestärkt. Waldkindergarten-Kinder sind gesundheitlich stabiler und haben weniger Unfälle. Und wenn sie fallen, dann tun sie das meist geschickter als ihre Altersgenossen aus dem Regelkindergarten.

Auch die Lärmbelastung und der damit verbundene Stressfaktor ist im Wald sowohl für die Kinder als auch für die Erzieher deutlich geringer als in gewöhnlichen Kindergärten. Wer schon mal ein paar Minuten in einem Kindergartenraum verbracht hat, weiß wie laut es dort tatsächlich werden kann.

Untersuchungen zeigen, dass das freie Bewegen in der Natur die motorische Entwicklung unterstützt und die Wahrnehmung schult. Auch auf die Sprachentwicklung wirkt sich die Waldpädagogik positiv aus. Weil in den meisten Waldkindergärten auf konventionelles Spielzeug verzichtet wird, müssen die Kinder sich viel häufiger über die Bedeutung und Funktion von Gegenständen sowie über das Spielgeschehen austauschen und untereinander verständigen.

Statt nur zu „konsumieren“ sind die Kinder aufgefordert, ihre eigene Kreativität zu erleben und auszuleben. Sie lernen, sich ständig auf neue Situationen einzustellen und Lösungen zu finden – alleine oder in der Gruppe. Durch die täglichen Erfahrungen in der Natur entwickeln sie Fürsorge und einen rücksichtsvollen Umgang – miteinander, mit der Natur und mit sich selbst…

Soviel zur Theorie. Wie das Ganze in der Praxis aussieht (Eingewöhnung, Tagesablauf, Aktivitäten, Ausstattung, etc.), das möchte ich gerne in den nächsten Tagen in weiteren Blogartikeln aufgreifen.

Wer in der Zwischenzeit schon mehr über Waldkindergärten und das Konzept der Naturpädagogik erfahren möchte, kann sich zum Beispiel beim Bundesverband der Natur- und Waldkindergärten informieren.


Quellen:
Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Waldkindergarten)
Bundesverband der Natur- und Waldkindergärten (Warum Natur- und Waldkindergärten?)

Happy Birthday, kleine Schneeflocke! ♥

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Kaum zu glauben, mein Schatz, dass wir heute schon Deinen 2. Geburtstag feiern konnten. Was ist nur aus meinem Baby geworden, dass vor zwei Jahren in einem ebenfalls sehr kalten und verschneiten Winter in meinem Armen lag? Dem kleinen Würmchen, dass die ersten Wochen seines Lebens komplett verschlief. Das auch danach noch immer zu den Mahlzeiten geweckt und durch allerlei Tricks wach gehalten werden musste, damit es nicht sofort wieder einschlief.

Nun bist Du schon lange kein verschlafenes Baby mehr, sondern ein aufgewecktes, großes Mädchen! Im wahrsten Sinne des Wortes ein Wirbelwind, der rastlos durch die Gegend rennt, hüpft und tanzt. Ein fröhliches Menschenkind, das dabei lacht und Lieder singt, als hätte es nie etwas anderes getan. Eine kleine Quasselstrippe, die jeden Tag neue Wörter lernt und selbst schon kleine Geschichten erzählen kann.

Es ist nach wie vor ungeheuer spannend, die kleinen und großen Fortschritte in Deiner Entwicklung mitzuerleben. Zu sehen, wie Du von Woche zu Woche selbstständiger und verständiger wirst. Und Dir dabei zuzuhören, wie Du all Deine Tätigkeiten mit dem gehörigen Stolz in der Stimme selbst kommentierst (“ [***] weit bungen!“ = weit gesprungen / “ [***] Papa rufen hat – ganz  laut!“ / “ [***] Mama balau Löffel gebt hat!“). 🙂

Ja, Du kannst wirklich stolz auf Dich sein. Und wir sind es auch! Schließlich hast Du eine ganze Menge gelernt in Deinem nun vergangenen zweiten Lebensjahr…

Sprech-Flöckchen:

  • Nachdem Du lange nur „da“ sagen konntest (oder wolltest 😉 ), sprichst Du inzwischen in Sätzen mit fünf oder sechs Wörtern.
  • Du versuchst, jedes neue Wort und jeden neuen Namen nachzusprechen und Dir zu merken.
  • Deine Aussprache ist in dem meisten Fällen schon sehr deutlich. Zumindest für Deine Schwester, Deinen Papa und mich. Außenstehende haben mitunter doch noch etwas Schwierigkeiten mit Deinem Dialekt, so dass wir Deine Ausführungen öfter mal „übersetzen“ müssen. 😉
  • Du zählst bis 10 („ein, wei, dei, via, wünf, seck, sieben, ackt, nein, sehn„). Nicht immer in dieser Reihenfolge – aber gut, ein bißchen was musst Du ja auch im neuen Lebensjahr noch lernen können
  • Du singst (mit Vorliebe Sankt-Martins-Lieder) und versuchst dabei, neben dem Text auch die Melodie richtig zu interpretieren.
    Ein Beispiel: „Oote, gelbe, gerrrüüüne, balaue – Maatin komm saue“.
  • Im Übrigen kannst Du bereits eine ganze Menge Farben richtig zuordnen und benennen (balau, gerrrüüün, gelb, oot, olangs, bink, lila, weiß, waartz).
  • Vor ein paar Tagen hast Du nun zum ersten Mal auch Deinen eigenen Namen richtig ausgesprochen. Zuvor hattest Du den ersten Buchstaben immer weggelassen, aber nun wird er mit viel Nachdruck betont.

Motorik-Flöckchen:

  • Du kannst nicht nur sicher vorwärts, sondern mit Vorliebe auch „ückwers“ laufen. 😉
  • Wenn Du eifrig losrennst, dabei Dein Gewicht von einem Bein aufs andere verlagerst und dadurch Deinen ganzen Körper in Schwingung versetzt, muss ich mich doch bremsen, bei diesem niedlichen Anblick nicht jedes Mal laut loszulachen.
  • Du kletterst wie eine Große. Beim Kinderturnen oder auf dem Spielplatz ist kein Spielgerät vor Dir sicher. Dabei bist Du im Vergleich zu Deiner Schwester äußerst mutig, so dass es schon manchmal vorkommt, dass man Dich aus der einen oder anderen etwas präkeren Situation retten muss.
  • Du stapelst Holzklötze zu beeindruckenden Bauwerken. Und forderst dann selbstverständlich Mamas Lob ein: „Kuck mal, Mama – [***] baut hat, ganz gooß!“
  • Du kannst unglaublich gut Formen erkennen und zuordnen, wodurch Puzzlen Dir sehr leicht fällt. Fast mühelos schaffst Du alleine oder mit ein wenig Hilfe schon Puzzle, die eigentlich für ältere Kinder vorgesehen sind. Besonders viel Spaß macht Dir das, wenn Du auch zwischendurch schon Mamas oder Papas Lob einheimsen kannst. 😉
  • Und wie Du vor einigen Wochen auf den Roller Deiner großen Schwester gestiegen und einfach so losgefahren bist, als wäre das die leichteste Übung – Deine motorischen Fähigkeiten sind schon bemerkenswert.

Spiel-Flöckchen:

  • Wollibo „kusseln“ (“ [***] nit Daumen lutsen, nur kusseln Woibo, ja?“)
  • Rollerfahren
  • Wutsch fahren
  • Hüpfen, Rennen
  • Duplospielen
  • Puzzlen
  • Bilderbücher „ansauen“

Lese-Flöckchen:

  • Henriette Bimmelbahn („Henniette Bimmbahn“)
  • Moritz Moppelpo („Loppelpo“)
  • Meine liebsten Kinderreime
  • Berti Bär
  • Wimmelbücher

Ess-Flöckchen:

Essen ist weiterhin ein etwas schwieriges Thema, da Du seit jeher eher zu den Kostverächtern gehörst und insgesamt doch relativ wenig isst. Kein Wunder, dass Du mit knapp 11,2 kg (bei 87 cm Körpergröße) nach wie vor ein Leichtgewicht bist. Vor allem bist Du immer noch kaufaul, bevorzugst also Speisen, die Du nicht großartig kauen musst.

Ausnahmen, die Du tatsächlich gerne isst (und auch kaust 😉 ):

  • Mandarinen („Battainen“)
  • Trauben
  • Erbsen
  • Würstchen
  • Gummibärchen („Dummebärchen“ 😉 )
  • Schokoladen-Nikoläuse („Lokolade-Likolaus“ 😉 )
  • Kekse

Gerade jetzt in der Weihnachtszeit wirst Du natürlich häufiger mit Süßigkeiten „konfrontiert“ als uns das lieb ist. Aber wenn Du ankommst und ganz höflich fragst: „[…] Dummebärchen haben, bitte? Ja, Mama?“ Wer könnte Dir da den gelegentlichen Wunsch nach einem Gummibärchen abschlagen? 😉 Und wenn Du dann „noch ein“ haben möchtest, kann man Dich zum Glück häufig auch mit einer gesunden Alternative zufrieden stellen. Besonders hoch im Kurs stehen momentan Mandarinen, die Du in einer Geschwindigkeit verschlingst, die man durchaus auch als „Einatmen“ bezeichnen könnte. 😉

Und wo wir gerade beim Thema „Süßigkeiten“ waren: Du kannst zwar mitunter auch ein sehr herausforderndes, kleines Trotzköpfchen sein. Aber es ist wirklich schwer, sich Deinem besonderen Schneeflöckchen-Charme zu entziehen. Und das gilt nicht nur für uns als Deine Eltern. Wenn Du erstmal mit jemandem „warm“ geworden bist, was zugegebenermaßen manchmal etwas dauern kann, dann kann eigentlich niemand Deiner liebenswerten Art widerstehen. Mit Deinen hellwachen blauen Augen und Deinem frechen Grinsen wickelst Du uns alle um den Finger.

Da kann der Tag noch so anstrengend gewesen sein. Wenn ich Dich abends ins Bett hebe, Du mich noch einmal ganz fest umarmst („Mama kusseln“) und „Dute Natt, Mama“ sagst, dann denke ich oft: Wie viel weniger lebendig wäre unser Leben doch, wenn wir nicht das Glück gehabt hätten, Dich in unserer Familie begrüßen zu dürfen. Denn, auch wenn Du optisch doch ein wenig „aus der Art schlägst“, bist Du genau das Puzzle-Teil, das noch fehlte, um unser Familien-Bild komplett zu machen.

Mein kleiner Schatz, Du bist einfach wundervoll, so wie Du bist. Fröhlich, launisch, liebenswert, zickig, pflegeleicht, fordernd, einsichtig, dickköpfig, neugierig, schüchtern… Du bist definitiv eine kleine Wundertüte. Die Tage mit Dir sind immer überraschend, denn man weiß nie, welche dieser Facetten Du als nächstes „auspacken“ wirst. Nur eins ist sicher: Gemeinsam mit Deiner großen Schwester bringst Du jeden Tag (eine ganz besondere) Farbe in unser Leben. ♥

In Liebe,
Deine Mama

Von Babies und Kindern, die es einmal waren…

Gestern hatten wir Besuch von meinem Bruder und meiner Schwägerin mit unserem Baby-Neffen. Der kleine Mann ist jetzt knapp 2 Monate alt und wirklich ein sehr niedliches Kerlchen. Er wirkte schon viel aufmerksamer als beim letzen Treffen und beobachtete alles um sich herum ganz genau. Besonders seine wilden Cousinen, die wie aufgedreht durchs Wohnzimmer tobten, verfolgte er mit seinen wachen blauen Augen.

Natürlich hatte er größen- und gewichtstechnisch seit dem letzten Treffen auch schon einiges zugelegt. Und dennoch ist es immer wieder erstaunlich, wie winzig einem so ein kleines Baby im Vergleich zu unseren inzwischen doch ziemlich großen Mädchen vorkommt. Dabei ist es eigentlich doch noch gar nicht sooooo lange her, dass sie selbst mal so klein waren…

So gab ich nun also gestern meinem kleinen Neffen das Fläschchen und die niedlichen Zufriedenheits-Geräusche, die er beim Trinken machte, ließen mich natürlich unweigerlich an die so schöne (aber auch schön anstrengende) Babyzeit unserer beiden Mädchen denken. So nah und doch schon so fern. Aber in der Erinnerung immer noch sehr präsent. Hach. ♥

Der zweite „Flashback“-Moment kam dann unverhofft heute morgen, als das Schneeflöckchen die Nacht schon um 5.30 Uhr für beendet erklärte, weil sie so mit ihrer verstopften Nase zu kämpfen hatte. Nachdem zwei Versuche, sie wieder zum Schlafen zu bewegen, gescheitert waren, nahm ich sie schließlich mit in mein Bett – in der leisen Hoffnung, dass wir dort vielleicht beide noch einmal einschlafen würden.

Da lag sie nun also auf meinem Bauch, ihr kleines Lockenköpfchen an meine Wange gekuschelt. So wie damals, als sie ein klitzekleines Baby war (allerdings noch ohne Locken ;-)). Sie atmete schwer durch ihre verstopfte Nase und hob immer mal wieder den Kopf um zu mir hochzuschauen. „Mama ist da“, flüsterte ich und streichelte ihr sanft über die Haare. „Mami“, murmelte sie und berührte mit ihrer Hand mein Gesicht. Dann legte sich beruhigt wieder hin, ihren Kopf ganz nah an meinem, so dass ich den Duft ihrer frisch gewaschenen Haare riechen konnte.

Meine Süße. Mein Mädchen. Mein Baby, das doch schon lange kein Baby mehr ist! ♥