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Gegen 7 Uhr lärmte heute mal wieder am frühen Samstag Morgen die Müllabfuhr durch unsere Straße. (Wegen des Feiertags hat sich der Abfuhrtermin um einen Tag nach hinten verschoben.) Ich persönlich kann diese Samstage nach Feiertagen nicht besonders leiden, eben weil wir dann oft (zu) früh durch die blöde Müllabfuhr geweckt werden. Die Kinder allerdings stört es meist nicht. Hin und wieder ruft das Lila-Launebärchen allerdings nach uns: “Ich möchte aufstehen! Ich möchte die Müllabfuhr kucken!”

Und heute Morgen? Krach auf der Straße, Stille im Kinderzimmer…

Später, nachdem das Lila-Launebärchen dann doch mal aufstehen wollte, erfuhren wir den Grund dafür:

Papa: “Hast Du die Müllabfuhr nicht gehört?” – Darauf SIE: “Doch, aber ich wollte die nicht kucken. Kucken, kucken, immer nur kucken – das finde ich nicht gut für die Augen!” (Mai 2012, 4 Jahre, 1 Monat alt)

Bei Mama Miez bin ich über eine interessante Aktion zum Thema Schlafverhalten gestolpert…

Das ist für junge Eltern in vielen Fällen natürlich ein besonders heikles Thema. Nicht zuletzt hört man aus dem Freundes- und Bekanntenkreis sehr häufig die nicht gerade Mut machenden Berichte von viel zu früh endenden oder gar schlaflosen Nächten.

Während der Wunderpapa schon immer eher ein Frühaufsteher war, der auch mit wenig Schlaf auskommt, bin ich doch eher der Typ “Gerne-lang-Schläferin”. Und so hatten auch wir uns schon während der ersten Schwangerschaft einige Gedanken gemacht und uns innerlich auf viele unruhige und kurze Nächte eingestellt. Doch es sollte (zum Glück) anders kommen.

Und jetzt beginnt das, was viele wahrscheinlich für ein Märchen halten oder auf die getrübte Wahrnehmung überglücklicher Eltern zurückführen werden…

Das große Schlaf-Wunder

Unser Lila-Launebärchen war von Anfang an ein sehr ruhiges (schreien konnte sie allerdings schon immer seeeeeeehhhhhr laut ;-) ) und pflegeleichtes Baby. In den ersten Wochen schlief sie eigentlich fast immer beim Stillen ein. Auch im Kinderwagen (oder im Auto) konnte man sie tagsüber innerhalb kürzester Zeit zum Schlafen bringen. Sonst schlief sie häufig auch einfach nur auf ihrer Decke, die wir auf dem Wohnzimmer-Boden ausgebreitet hatten. Selten war es der Fall, dass sie mal nicht alleine in den Schlaf fand – meist, wenn sie nach dem Trinken Bauchweh hatte. Dann half in der Regel ein wenig Herumtragen, Schaukeln, Singen oder Bauchstreicheln.

Der durchgängig recht angenehme Stillrhythmus von 3-4 Stunden trug dazu bei, dass wir auch nachts mal ein paar Stunden am Stück schlafen konnten. Die nächtlichen Zwischenmahlzeiten führten dann wiederum zum Einschlafen, so dass ich sie einfach nur wieder ins Beistellbettchen legen musste und auch selbst weiterschlafen konnte. Theoretisch, zumindest. Denn mir fiel es zeitweise doch recht schwer, nach den nächtlichen Schlafunterbrechungen wieder zurück in den Schlaf zu finden. Insbesondere traute ich mich häufig gar nicht, mich rumzudrehen um eine gemütliche Schlafposition zu finden. Denn ich hatte irgendwie immer die Sorge, ich könnte das Baby dadurch aufwecken. Im Nachhinein betrachtet war diese Angst ziemlich lächerlich, denn das Lila-Launebärchen hätte sich für meine Drehaktionen sicherlich nicht die Bohne interessiert.

Und trotz der nächtlichen Unterbrechungen war die Schlafsituation insgesamt sehr entspannt und nicht zu vergleichen mit den letzten Wochen der Schwangerschaft. Denn in dieser Zeit habe ich wirklich so etwas wie Schlafmangel kennengelernt, weil ich mich immer nur im Bett hin- und herwälzte und einfach nicht wusste, wohin mit dem Bauch. ;-)

Mit etwa 2 Monaten schlief das Lila-Launebärchen dann nachts schon bis zu 6 Stunden am Stück und brauchte nur noch eine nächtliche Stillmahlzeit. Insgesamt schlief sie in dieser Zeit etwa 8-9 Stunden in der Nacht und tagsüber ca. 3-4 Stunden auf mehrere Schlafportionen verteilt.

Im Alter von 3 Monaten begann ich dann, sie im eigenen Zimmer zu einem regelmäßigen Mittagsschlaf in ihr Bett zu legen, was auch gut klappte. Das Vormittags- und das Nachmittagsschläfchen verbrachte sie entweder auf ihrer Decke, im Laufgitter oder im Kinderwagen. Nachts schlief sie weiterhin im Beistellbettchen, bis sie mit etwa 4 Monaten keine nächtliche Mahlzeit mehr benötigte und 8 Stunden am Stück durchschlief. Da dachten wir, dass es ein guter Zeitpunkt wäre, den Umzug in ihr eigenes Zimmer zu vollziehen. Das “große” Bett in ihrem Zimmer kannte sie ja schon durch den Mittagsschlaf, so dass die Umstellung ihr glücklicherweise nicht schwerfiel.

Für uns selbst waren die ersten Nächte ohne Baby im Zimmer zwar ziemlich komisch und ungewohnt, aber vor allem sehr erholsam. Wir konnten wieder deutlich entspannter schlafen. (Zur eigenen Beruhigung trug auf jeden Fall das Babyphone mit Sensormatten bei.) Und auch das Lila-Launebärchen zeigte sich tiefenentspannt und stellte gleich in der ersten Nacht im eigenen Zimmer einen neuen Durchschlaf-Rekord von 10 Stunden auf. :-)

Die Nachtschlaf-Dauer steigerte sich dann im Laufe der Zeit auf rund 12 Stunden. Und tagsüber blieb zum Ende des 1. Lebensjahres noch ein ausgiebiger Mittagsschlaf von 2-3 Stunden übrig, den das Lila-Launebärchen auch noch bis zum Alter von 2,5 Jahren beibehielt. Bis heute schläft sie abends völlig problemlos ein und durch. Sie ist mit ihren jetzt immerhin schon 4 Jahren überraschenderweise auch noch nie auf die Idee gekommen, in der Nacht oder morgens alleine aufzustehen, sondern ruft uns jeden Tag (in der Regel so zwischen 7 und 8 Uhr): “Mama/Papa, ich möchte aufsteeeeeehhhheeeen!” Wir sind schon sehr gespannt, wann sie denn das erste Mal alleine aufsteht und dann überraschend am frühen Morgen bei uns im Schlafzimmer auftaucht. Also, meinetwegen kann sie damit ruhig noch ein paar Jährchen warten. ;-)

Das kleine Schlaf-Wunder

Nun, wer einmal solches Glück mit dem Schlafverhalten des eigenen Kindes gehabt hat, der wird beim zweiten Kind bestimmt sein blaues Wunder erleben. Diese Befürchtungen hatten wir definitiv vor der Geburt des Schneeflöckchens. Wir konnten uns einfach nicht vorstellen, dass ein solcher Glücksfall sich wiederholen könnte. Doch wir wurden wieder mal eines Besseren belehrt.

Auch wenn unser kleines Wunder insgesamt nicht ganz so pflegeleicht war/ist wie ihre große Schwester, so ist sie beim Thema Schlafverhalten zum Glück genauso unkompliziert. Auch sie schlief die ersten Wochen sehr viel, wahrscheinlich noch mehr als die Große. Sie schlief ebenfalls immer beim Stillen ein, und zwar so gerne und so schnell, dass ich teilweise wirklich Sorge hatte, ob sie überhaupt genug trinkt. Darum musste ich sie häufig auch zum Stillen wecken, weil sie ihre Mahlzeiten sonst komplett verschlafen hätte. Das sah dann meistens so aus: Schneeflöckchen aufwecken, max. 5 Minuten trinken, Milchkoma, Zwischenwickelrunde zum Wiederaufwecken, max. 5 Minuten trinken, Milchkoma… (Das extreme Schlafbedürfnis lag vielleicht auch daran, dass ihr Immunsystem durch den doofen RS-Virus noch ziemlich geschwächt war.)

Um jetzt nicht noch einmal alles wiederholen zu müssen: Die weitere Entwicklung im Schlafverhalten des Schneeflöckchens verlief fast analog zur großen Schwester. D.h. Mittagsschlaf im eigenen Bett mit etwa 3 Monaten, dazu Vormittags- und Nachmittagsschläfchen (im Bett, Laufgitter, Kinderwagen, oder wo auch immer wir gerade mit der Großen unterwegs waren). Auch sie schlief nachts mit etwa 4 Monaten 8-9 Stunden am Stück durch und zog dann ebenfalls ins eigene Zimmer um. Zum Ende des 1. Lebensjahres brauchte sie zusätzlich zum Nachtschlaf (ca. 12 Stunden) dann auch nur noch den Mittagsschlaf tagsüber, den sie aber immer noch sehr ausgiebig genießt (3 Stunden sind eigentlich Standard, es gibt aber auch Tage, an denen sie bis zu vier Stunden Siesta hält ;-) ).

Fazit

Auch wenn wir am Wochenende gelegentlich schon um kurz nach 7 Uhr geweckt werden, denke ich doch, dass das eine für kleinkindliche Verhältnisse wirklich sehr humane Zeit ist und wir uns in keinster Weise beschweren dürfen über unsere zwei Gerne-Schläfer. :-)

Um jetzt aber nicht nur Neid zu wecken ;-) , möchte ich nun als erfahrene Mama zweier Schlaf-Wunder auch noch ein paar Tipps loswerden…

Im Grund genommen gab es bei uns nun gar keine Notwendigkeit, unseren Kindern, das (Alleine-)Einschlafen “beizubringen”, da sie es ganz von selbst “gelernt haben”. Was wir aber als hilfreich empfunden haben, um das Schlafverhalten unserer Mädchen – sagen wir mal – zu unterstützen (wobei wir natürlich nicht sagen können, wie es gekommen wäre, wenn wir es anders gemacht hätten):

  • Bei uns sind die Zimmer zum Schlafen immer mit Rolladen abgedunkelt – auch für den Mittagsschlaf.
  • Wir versuchen, nach Möglichkeit immer feste Schlafzeiten einzuhalten und die Zeit vor dem Schlafen (egal ob mittags oder abends) auf jeden Fall ruhig und nach bestimmten Routinen ablaufen zu lassen.
  • Mittagsschlaf im eigenen Bett frühzeitig eingeführt (bei uns ab etwa 3 Monate)
  • Umzug ins eigene Zimmer mit etwa 4 Monaten (als das nächtliche Stillen entfiel)
  • Babyphon mit Sensormatten überwacht Babys Schlaf (“Schützt” zwar nicht vor SIDS, aber gab uns als Eltern immer ein Gefühl von Sicherheit. Und die Kinder konnten ungestört schlafen, weil wir nicht alle 5 Minuten im Zimmer nachschauen mussten, ob sie noch atmen.
  • Anfangs gingen unsere Babys abends immer zur gleichen Zeit ins Bett wie wir. Mit zunehmender “Durchschlaf”-Dauer haben wir die Bettgeh-Zeit schrittweise dann immer weiter vorgezogen. Der Nachtschlaf hat sich so nach und nach auf ca. 12 Stunden am Stück eingependelt.
  • Unsere Kinder haben seit dem Umzug ins eigene Zimmer immer in ihrem Bett geschlafen und schlafen auch heute ausschließlich im eigenen Bett. Da sie es nicht anders kennen, ist es für sie eine Selbstverständlichkeit. Morgens nach dem Aufwachen holen wir die Mädels aber sehr gerne in unser Bett zur gemütlichen Familien-Kuschel- bzw. Toberunde. (Auch wenn die letzte am Wochenende für mich mit einem unabsichtlichen “Kopfstoß” des großen Wunders und einer blutigen Lippe endete ;-) )
  • Achso, unsere Kinder hatten übrigens beiden keinen Schnuller. Nicht, weil wir das grundsätzlich abgelehnt hätten, sondern weil sie ihn anfangs nicht akzeptiert hatten und wir dann später auch ohne ausgekommen sind. Beide haben stattdessen ein Kuscheltuch-Tier für’s Bett, das auch gerne und ausgiebig angenuckelt wurde/wird. Das kleine Wunder hat außerdem (leider) seinen Daumen für sich entdeckt, der vor allem bei Müdigkeit und – ich vermute – auch in der Nacht häufig in den Mund wandert. Durch den Entfall des Schnullers fiel bei uns somit auch das nächtliche “Wieder-in-den-Mund”-Schieben weg. Mag also sein, dass auch das dazu beigetragen hat, die nächtlichen “Ruhestörungen” aus den Kinderzimmern gering zu halten. ;-)

Vielleicht hilft die eine oder andere dieser Überlegungen ja anderen Eltern weiter. Natürlich kommt es immer auch auf die jeweilige Lebensituation und vor allem auf das einzelne Kind an. Möglicherweise machen unsere positiven Erfahrungen aber auch ein bißchen Hoffnung, dass ein Baby nicht unbedingt dauerhaften Schlafmangel bedeutet. In vielen Fällen schon, das ist mir aus den Erzählungen anderer Eltern durchaus klar. Und, wahrscheinlich haben wir einfach nur zwei besonders unkomplizierte Schlafexemplare “erwischt”.

Wie auch immer, ich bin jedenfalls heilfroh, dass unsere Kinder meine und nicht Papas “Schlafgene” geerbt haben. Und auf jeden Fall wünsche ich allen frischgebackenen und werdenden Eltern auch möglichst viele ruhige und lange Nächte. Die Tage können ja mitunter anstrengend genug sein. Und nicht von ungefähr wird Schlafentzug bisweilen als Foltermethode angewendet.

Eine Woche ist der Geburtstag unseres Lila-Launebärchens nun her und es wird Zeit für eine ausführliche Geburtstagsbilanz…

Vorab: Die letzten Tage haben wirklich sehr viel Spaß gemacht. Aber jede Woche brauch ich diesen Geburtstagsvorbereitungsstress nun auch nicht. ;-) Zum Glück steht der nächste Kindergeburtstag erst im Dezember an, und der wird dann auch noch ein wenig kleiner ausfallen.

Geburtstagsmarathon (1. Etappe) – Der große Tag

Am vergangenen Sonntag feierte unser Lila-Launebärchen also (zum ersten Mal) ihren 4. Geburtstag. Zu Besuch kamen Oma und Opa, Onkel M. und Tante C. Außerdem lud sich das Lila-Launebärchen noch ein paar Ehrengäste ein: Ihre “großen Freundinnen” C., das inzwischen dreizehnjährige Patenkind des Wunderpapas, und deren jüngere Schwester P. (10 Jahre).  Die beiden werden vom Lila-Launebärchen als Superheldinnen verehrt und angehimmelt. Und deshalb durften sie auf der Geburtstagsfeier natürlich keinesfalls fehlen.

Schon Wochen vor dem großen Tag lautete die Standardfrage nicht: “Wann habe ich Geburtstag?” Sondern: “Wann kommen denn C. und P. endlich?”  Wie zu erwarten war, haben wir unser Lila-Launebärchen ab der Ankunft ihrer Freundinnen auch kaum noch zu Gesicht bekommen. Schließlich musste ja eifrig mit dem Kaufladen gespielt und das neu geschenkte Knetwerkzeug ausprobiert werden. Allein schon durch die Anwesenheit ihrer Heldinnen war es für unser großes Wunder ein rundum gelungener Geburtstag. Da waren die Geschenke dann doch eher zweitrangig.

Als weitere Geschenke gab es an diesem Tag übrigens noch eine Gitarre (die sie sich ausdrücklich von der Oma gewünscht hatte), einen neuen Rucksack, Bücher, CDs und als besonderes Highlight einen Lerncomputer. Da sie die Mama immer mit ihrem Notebook sieht, stand ein eigener Computer schon an Weihnachten ganz weit oben auf ihrer Wunschliste. Dass sie ihn jetzt tatsächlich bekam, war aber dann doch eine große Überraschung. Der “Compjuta” wurde dann auch allen Gästen ganz stolz vorgeführt und nur sehr ungern wieder aus der Hand gelegt. Zum Glück ist unser Lila-Launebärchen aber in solchen Dingen ziemlich vernünftig und akzeptiert das von uns auferlegte Computer-Zeitlimit bislang ohne (großen) Protest. ;-)

Eine weitere Nebensache an diesem Tag: Das Kuchenbuffet mit Kirsch-Schmand-Kuchen (mein persönlicher Lecker-Schmecker-Lieblingskuchen), Muffins und dem Geburtstagskuchen – einem bunt verzierten Schmetterling…

Am Abend gab es dann übrigens auch noch die leckere Pizza-Brötchen-Schlange á la Mama Miez, die leider so schnell verputzt war, dass ich es völlig verpasst habe, ein Foto zu machen.

Nach einem aufregenden Tag fiel das Lila-Launebärchen dann schließlich erschöpft, aber glücklich, ins Bett. Die erste Nacht als GROSSES vierjähriges Mädchen verlief dann so ruhig und ereignislos wie die Nächte zuvor. (Fast) alles beim Alten, also. ;-)

Geburtstagsmarathon (2. Etappe) – Der Kindergeburtstag

Am Montag stand dann der Kindergeburtstag an. Zum Glück hatte der Papa sich auch Urlaub genommen, so dass der Vorbereitungsstress und die Kinderbespaßung nicht nur an mir hängen blieben. Das Lila-Launebärchen ging morgens ganz normal in den Kindergarten und nachmittags waren dann insgesamt fünf kleine Freunde (3 Mädels und zwei Jungs aus Kindergarten und Nachbarschaft) eingeladen.

Am Vormittag hatte ich also noch ein wenig Ruhe, um die letzten Vorbereitungen zu treffen: Aufräumen, Kuchen backen, Spiele und Mitgebsel-Tütchen vorbereiten, Tisch decken, …

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Das Sockenflöckchen

Heute Abend vor dem Schlafengehen hat mich das Schneeflöckchen mal wieder mit einer neuen Fähigkeit überrascht…

Ich zog ihr auf der Wickelkommode die Hose und die Söckchen aus. Dachte ich zumindest. Denn nach dem Windelnwechseln stellte ich etwas verwundert fest, dass der rechte Fuß immer noch besockt war. “Ok, hatte ich ihr wohl doch nur eine Socke ausgezogen”, dachte ich mir noch ganz unbedarft. So zog ich ihr das Söckchen dann (wieder) aus und knöpfte den Body zu. Nach einer kleinen “Turnrunde” auf dem Wickeltisch wollte ich ihr dann schließlich den Schlafanzug anziehen. Aber…

Sie hatte schon wieder eine Socke am rechten Fuß. Und zwar nicht irgendwie schief und schräg, sondern ganz akkurat angezogen. Nun hätte ich doch langsam an meinem Verstand zweifeln können, wäre da nicht das schelmische Grinsen im Gesicht des Schneeflöckchens gewesen…

Ich zog ihr also die Socke noch einmal aus und legte sie ihr wieder hin. Und diesmal beobachtete ich sie ganz genau. Sie griff nach dem Söckchen und hantierte damit hochkonzentriert an ihrem Fuß herum. Innerhalb weniger Sekunden hatte sie sich im Sitzen die Socke über die Zehen gezogen. Dann klappte sie ihr Bein nach hinten weg und zog das Söckchen am Bund hoch über die Ferse. Besser kann ich es jetzt nicht beschreiben, aber ich hoffe, diese äußerst ausgefeilte Technik ist einigermaßen klar geworden. ;-)

Danach versuchte sie das Gleiche übrigens auch noch mit der anderen Socke am linken Fuß. Das wiederum klappte nicht – da zog sie die zweite Socke kurzerhand über erste Socke am rechten Fuß. An der Linke-Socke-Technik muss also noch ein wenig gefeilt werden. ;-)

Mein süßes Sockenflöckchen, ich bin immer noch ganz von Socken ob Deiner überraschenden Talente! ♥

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Heute ist es soweit – unser Lila-Launebärchen wird VIER Jahre alt!

Mein großes Wunder…

Gestern Abend war wieder so ein Moment, in dem ich ein bißchen wehmütig darüber nachdachte, wie klein Du einmal warst. “Damals” – vor fast genau 4 Jahren. Und wieviel Du seitdem gewachsen bist. Äußerlich natürlich, von 51 cm bei Deiner Geburt auf inzwischen fast 110 Zentimeter. Aber vor allem auch geistig, im Inneren Deines süßen, kaum zu bändigenden Lockenköpfchen. Mein großes Mädchen! Wann – und, das frage ich mich immer wieder – wann bist Du nur so groß geworden?

Bis zu Geburt Deiner kleinen Schwester warst DU doch noch meine Kleine! Zwar warst Du zu diesen Zeitpunkt “schon” 2 Jahre und 8 Monate alt, aber irgendwie trotzdem noch mein Baby.

Das änderte sich jedoch schlagartig, als das Schneeflöckchen dann auf der Welt war. Plötzlich warst Du eine große Schwester. Und wie groß! Deine Hände, Dein Kopf, Dein ganzer Körper – alles an Dir kam mir auf einmal so riesig vor. Dabei warst Du gar nicht gewachsen. Nur hatten sich die Relationen geändert.

Da war nun also dieses kleine Winzlings-Baby, das die ersten vier Wochen ihres Lebens komplett verschlief und nicht einmal zum Trinken freiwillig aufwachte ;-) Und da warst Du, unser großes Wunder! Anfangs zwar noch etwas unsicher aufgrund der neuen Familiensituation, aber schon ganz bald die stolze, große Schwester, die sich wirklich rücksichtsvoll zeigte und sich ganz rührend mit um das Baby “kümmerte”.

Hach, und was bin ich stolz auf Dich, wenn ich jetzt sehe, wie Du Dich gerade in den letzten Monaten weiterentwickelt hast. Vom schüchternen Klammeräffchen, das sich hinter Mama oder Papa versteckte, wenn vermeintlich “Fremde” es wagten, Dich anzusprechen. Zu dem großen Mädchen, das beim gemeinsamen Schaukeln mit den Kumpels in der großen Nestschaukel auf dem Spielplatz am allerlautesten “Schnelllllllller Propellllllller” gröhlt. ;-)

Mein großes Mädchen, das inzwischen morgens ganz selbstverständlich in ihre Kindergartengruppe marschiert und sofort anfängt, mit ihren Freundinnen herumzualbern. Vor einigen Monaten noch musste man Dich immer an der Hand in die Gruppe führen und Dich an eine der Erzieherinnen übergeben. Lange Zeit wussten einige Kinder aus der Gruppe gar nicht, dass Du überhaupt sprechen kannst. ;-)

Mein großes Mädchen, das uns durch Ihre (manchmal altklugen) Sprüche immer wieder zum Lachen bringt. Das so tolle Bilder malt und mir dann ganz nebenbei erläutert: “Jetzt male ich mal ‘green’ und dann nehme ich den ‘yellow’ Stift.”  Wo Du plötzlich die englischen Farbnamen her hattest, haben wir bis heute noch nicht herausgefunden. Du erstaunst uns immer wieder mit Deinen Talenten, Deinem Wissensdurst und Deinem Tatendrang, dass wir gar nicht anders können, als Dich zu bewundern.

Mein großes Mädchen, das gerne morgens ihre kleine Schwester “aus dem Bett holen” geht: “Mama, ich geh schon mal vor und hol das Schneeflöckchen aus dem Bett”. Dass Du das rein technisch noch gar nicht schaffst, die Kleine aus dem Bett zu heben, sei hier nur nebenbei angemerkt. Denn es ist ja schließlich der Wille, der zählt.

Und es ist wirklich zu süß, wenn ich dann durch’s Babyphone verfolge, wie Du die Tür zum Schneeflöckchen-Zimmer öffnest und sie gleich darauf wieder von innen schließt. Dann machst Du das Licht an und begrüßt Deine Schwester in überschwänglichem Tonfall: “Halllllllo Mäuschen! Guten Mooooorgen, mein Schatz. Hast Du gut geschlafen? Jaaaa? Ich mach schon mal den Rolladen hoch. Die Mama kommt auch gleich…” Ich kann mir genau vorstellen, wie das Schneeflöckchen bei Deinem Anblick anfängt, über’s ganze Gesicht zu strahlen. Und wenn Mama dann auch dazu stößt und die kleine Maus endlich aus dem Bettchen hebt, dann bestehst Du immer darauf, als erste mit ihr kuscheln zu dürfen. ♥

Das ist echte Schwesternliebe. Natürlich gibt es auch immer wieder mal Konfliktsituationen und Streit um die Spielsachen. Aber im Großen und Ganzen kann man wirklich sagen: Ihr zwei seid einfach ein tolles Team!

Wie Ihr Euch gegenseitig zu trösten versucht, wenn eine von Euch sich weh getan hat. Und wie Ihr tagtäglich Euer neues gemeinsames Lieblingsspiel zelebriert: Immer abwechselnd mit dem Puky Wutsch und dem Puppenbuggy um den Esstisch zu rasen und dabei fangen zu spielen. Das Ganze untermalt von den höchsten Quietschgeräuschen aus zwei Kehlen – eine Strafe für Papas Ohren, aber ein Anblick zum Dahinschmelzen!

Eine tollere große Schwester könnte das Schneeflöckchen sich wirklich nicht wünschen. Meine große Maus – es ist so wunderbar, Dich und Deine kleine Schwester gemeinsam aufwachsen und zusammenwachsen zu sehen. Euch begleiten zu dürfen auf Eurem Weg durchs Leben. Zu erleben, wie Du jeden Tag ein kleines Stückchen dieser Welt eroberst und dadurch jeden Tag ein bißchen größer und selbstständiger wirst.

Doch ich bin mal wieder hin- und hergerissen. Denn eigentlich geht mir das alles viel zu schnell. Mir graut es schon vor dem Tag, an dem die süßen Babyspeck-Grübchen von Deinen stetig wachsenden Händchen verschwinden. Denn spätestens dann muss ich wohl erkennen, dass Du wirklich schon lange kein Baby mehr bist und doch auch ganz gut ohne Deine Mama zurecht kommst. ;-)

Trotz meiner mal wieder aufkeimenden Wehmut bin ich unglaublich dankbar und sehr stolz darauf, was aus Dir in den letzten vier Jahren geworden ist. Vom hilflosen, kleinen Bündel, das mich zum Weinen brachte, als die Hebamme Dich direkt nach der Geburt in meinen Arm legte, bist Du zu einer unglaublich liebenswerten und talentierten, kleinen Persönlichkeit herangereift. Natürlich ausgestattet mit einem eigenen (Dick-)Kopf, der uns manchmal auch ein wenig zur Verzweiflung bringt. Aber der gehört zu Dir genau wie die wilde Lockenmähne, die nach wie vor so unregelmäßig wächst, dass ich mich immer noch nicht recht traue, von einer Frisur zu sprechen. ;-)

Und trotz dieser vermeintlichen “Makel” bist Du in unseren Augen einfach perfekt. Die wunderbarste (große) Tochter der Welt. Einfach UNSERE Tochter!

♥ ”Aus dem Bauch – mitten ins Herz.” ♥

So stand es auf Deiner Geburtskarte. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, ist das nicht ganz richtig. Denn: MEIN Herz hattest Du bereits in dem Moment erobert, in dem ich DEIN Herz zum ersten Mal auf dem Ultraschallbildschirm schlagen sah.

Mein großes Wunder, mein größter Wunsch – ich bin so unbeschreiblich froh, dass Du Wirklichkeit geworden bist. Dass Du mir gezeigt hast und jeden Tag aufs Neue zeigst, was Mamaliebe bedeutet. Wie groß die Liebe einer Mama zu ihrem Kind sein kann – das könnte ich mir ohne Dich nicht im Entferntesten vorstellen.

Ich liebe Dich – bis zum Mond, und wieder zurück! ♥

“Wo(lli)bo”

Ja, sie hat’s gesagt – ganz eindeutig! Heute war es endlich so weit! Das Schneeflöckchen, das ja sonst eher wortfaul daher kommt, hat tatsächlich zum allerersten Mal ihren Freund Wollibo beim Namen gerufen.

Und das kam so: Vor dem Schlafengehen darf das Schneeflöckchen in ihrem Zimmer immer selbst das Licht ausknipsen und den Rolladen zumachen, was bei ihr schon Begeisterungsstürme auslöst. Und während der Rolladen dann herunterfährt, frage ich sie jeden Abend: “Und wen rufen wir jetzt zusammen?” – “Den Wollibo!” (der schon im Bett auf sein Schneeflöckchen wartet). Und, wenn ich sie dann zum Bettchen fliegen lasse und rufe: “Wollibo, wir kommen!”, fängt sie vor Vergnügen an zu quietschen.

Und was macht sie heute, als ich die allabendliche Frage stelle: “Und wen rufen wir jetzt zusammen?”

Sie antwortet laut und eindeutig mit: “Wwwwobo!” – und strahlt dabei übers ganze Gesicht! ♥

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